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bushido

Bushido

Was bitte ist „Bushido“? Das weiß doch jeder Jugendliche in Deutschland: Ein umstrittener Sänger. Nur hat der seinen Namen in der japanischen Tradition geklaut. Wörtlich bedeutet das „Weg des Kriegers“. Und gemeint damit ist der Ehren- und Verhaltenskodex der japanischen Ritter ab dem Mittelalter.

Neu erfunden wurde das alles nicht, sondern das Bushido bediente sich beim Shintoismus, beim Buddhismus und auch beim chinesischen Konfuzianismus. Bekannt wurden die Krieger auch als Samurai.

Der Gegner als Freund

Bushido hat heute durchaus noch seine Bedeutung in den traditionellen japanischen Kampfkünsten. Im Sport  ist der Gegner nicht als Feind zu betrachten. Er soll vielmehr als Freund gesehen werden, der es einem ermöglicht, seine eigenen Fähigkeiten zu testen.

Das Prinzip Bushido geht jedoch weiter, als es auf den ersten Blick aussieht. Die Treue bedeutet auch Treue zu den eigenen Prinzipien und der eigenen Geschichte gegenüber. Damals war der Kaiser die höchste Instanz, und auch noch heute wird der Kaiser quasi religiös verehrt.

Hier geht es um einen gewissen Stoizismus, die Gleichgültigkeit gegenüber Verletzungen und Tod. Dafür sind innere Werte heilig: Ehre, Mut, Treue, das gegebene Wort. Und, das zu tun, was gut und gerecht ist. Leben, wenn es das Gute bedeutet zu leben und sterben, wenn das der beste Weg erscheint.

Todessehnsucht

Oder auch zu leben, obwohl das schmerzhafter ist als der Tod. Und vor allem: Lernen, sich nie zu beschweren trotz körperlicher oder seelischer Qualen. Es ist also alles andere, als ein Zuckerschlecken.

Man sollte sterben mit dem Bewusstsein, das es die Samurai-Ehe gebietet. Nicht einmal ein unbedachtes Wort darf er sagen. Und Schlemmen erst recht nicht.

Wie im Christentum auch, sind die Eltern zu ehren. Im Kriegsfall darf das eigene Leben keine Rolle spielen. Hinzu kommen etwas sonderbare Forderungen: Ein Samurai darf nie mit den Füßen in Richtung seines Herrn schlafen (!?) Und selbst wenn der Samurai sein Leben lassen muss, sollte er doch lächelnd sterben. Keine einfache Aufgabe!

Zu verwöhnt, um den Kriegerweg zu gehen

Heute stellt sich in Japan  wie auch im Westen die Frage nach Werten in einer reichen Konsumwelt. Damit einher gingen Luxus und Bequemlichkeit – die Lichtjahre von den Samurai entfernt sind.  Religion spielt kaum noch eine Rolle als Vorbild.  Hier könnte  Bushido interessant sein, als fernes Vorbild an Treue und Altruismus.

In Japan wird das Bushido noch heute oft als ein allgemeines Ideal betrachtet, ohne dass  sich heute noch jemand völlig danach richtet. Dafür sind die Originalregeln aus dem Mittelalter zu weit entfernt vom heutigen Lifestyle.

Die Samurai haben es in der Kinowelt weit gebracht. Vor allem japanische Filme schwelgten noch in der  Samurai-Nostalgie. Dass die Samurai-Tradition auch im Westen nicht halt gemacht hat, zeigen eine ganze Reihe von Video- und Computerspielen: „Way of the Samurai“, „First Samurai“, „Dawn of the Samurai“, etc.

admin

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